Kurz gesagt
Solar Nexo ist eine Solarfirma mit Sitz in Antalya-Kepez. Dieses Referenzprojekt ist eine netzgekoppelte Solaranlage mit 860 kW Leistung auf dem Dach einer Industrieanlage. Die Anlage besteht aus Modulfeld, netzgekoppelten Wechselrichtern und Monitoring; Dachstatik und Brandschutz stehen im Mittelpunkt der Planung.
Projektüberblick
Dieses Referenzprojekt ist eine netzgekoppelte Solaranlage mit 860 kW Leistung auf dem Dach einer Industrieanlage. Bei großen Dächern sind Tragwerk und Brandschutz die wichtigsten technischen Themen. Angaben zu Standort und Datum werden auf dieser Seite nicht gemacht.
Systemkomponenten
- Leistung: 860 kW (als Modulleistung betrachtet)
- Modulfeld: Photovoltaikmodule auf dem Industriedach
- Wechselrichter: netzgekoppelte Wechselrichter
- Montage: auf den Dachtyp abgestimmte Konstruktion
- Monitoring: Überwachung je Wechselrichter
Warum wurde das System so ausgelegt?
Dachstatik
Industriedächer können aus Sandwichpaneelen, Trapezblech oder Stahlbeton bestehen. Eigenlast von Modulen, Schienen und Verbindungselementen sowie Windsog und Schneelast kommen zum Dachtragwerk hinzu. Das Tragwerk muss von einem Bauingenieur beurteilt werden; Verteilnetzunternehmen und Gemeinde können einen statischen Eignungsnachweis verlangen. In Moduldatenblättern liegt die typische Windbeständigkeit bei 2400 Pa und die Schneelastbeständigkeit bei 5400 Pa.
Brandschutz
Module müssen auf einer brandbeständigen Oberfläche mit ausreichender Hinterlüftung montiert werden. Auf nicht brandbeständigen Dächern, etwa aus Kunststoff oder PVC, wird ohne Schutzschicht nicht installiert. Deshalb wird der Dachwerkstoff bei der Besichtigung bestimmt. DC-Trenner werden an zugänglichen Stellen platziert, damit im Brandfall an der Ausrüstung eingegriffen werden kann.
Kabeltrassen und Erdung
In der 860-kW-Klasse bedeuten DC-Strings tausende Meter Kabel. Die Kabelquerschnitte werden so gewählt, dass der Spannungsabfall im Bereich von 1–2 % bleibt; die Trasse wird von Dachrändern und heißen Oberflächen ferngehalten. Erdung und Blitzschutzsystem werden gemeinsam mit der Dachkonstruktion geplant.
Anschluss im Betrieb
Die Wechselrichterausgänge werden an die Nieder- oder Mittelspannungsverteilung des Betriebs angeschlossen. Schutzrelais und Zweirichtungszähler befinden sich am Anschlusspunkt.
Details, die Ertragsverluste verringern
Bei Blechdächern senkt ein ausreichender Lüftungsspalt zwischen Modul und Dachfläche die Zelltemperatur; mit steigender Zelltemperatur sinkt die Leistung. Die Verschmutzung kann in Industriegebieten durch Staub und öligen Rauch hoch sein; deshalb wird das Reinigungsintervall nach dem Umfeld des Betriebs festgelegt. Werden die Feldabschnitte an getrennte Wechselrichter angeschlossen, bleibt das Verschattungsproblem begrenzt.
Geschätzter Ertrag
PVGIS (Europäische Kommission, JRC, PVGIS 5.3) ergibt für die Bedingungen in Antalya-Zentrum bei optimaler Neigung und 14 % Systemverlusten einen jährlichen spezifischen Ertrag von 1.656 kWh/kWp. Mit der PVGIS-Referenz für Antalya-Zentrum bedeutet das für 860 kW Leistung ein theoretisches Erzeugungspotenzial von rund 1.424.160 kWh/Jahr.
| Zeitraum | Spezifischer Ertrag (kWh/kWp) | Geschätzter Ertrag (kWh) |
|---|---|---|
| Januar (niedrigster) | 99 | 85.140 |
| Juli (höchster) | 168 | 144.480 |
| Jahr | 1.656 | 1.424.160 |
Monatliches theoretisches Potenzial für 860 kWp: Januar 85.140 kWh, Juli 144.480 kWh. Bei Blechdächern beeinflussen Oberflächentemperatur und Lüftungsspalt den Ertrag. Der Wert „860 kW“ in der Tabelle wird als Modulleistung behandelt. Diese Werte sind eine theoretische PVGIS-Berechnung; der tatsächliche Ertrag hängt von der Ausrichtung von Dach bzw. Gelände, der Neigung und der Verschattung ab.
Installation und Inbetriebnahme
Bei der Besichtigung werden Material, Alter und Tragwerk des Dachs geprüft; bei Bedarf wird eine Dacherneuerung empfohlen. Im Projekt werden die statische Berechnung sowie die Planung von Brandschutz und Kabeltrassen vorgenommen. Bei der Montage werden Schienen, Module und DC-/AC-Verkabelung fertiggestellt; nach der Inbetriebnahme erfolgt ein Performance-Test. Wartungsplan und technischer Support rund um die Uhr (7/24) bleiben bestehen.
Für ein ähnliches System
Geeignet für Industriebetriebe, Lager und Werkstätten mit großem Dach und ausreichender Restlebensdauer. Bei älteren Dächern kann es einen Kostenvorteil bringen, die Dacherneuerung gemeinsam mit dem PV-Projekt zu planen.
- Leistungsseite Netzgekoppelte Anlagen
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- Kontakt für die kostenlose Vor-Ort-Besichtigung
- Brandschutz bei PV-Anlagen
- Montagesysteme für Solarmodule
Fragen zu diesem Projekt
Ist bei einem Industriedach ein Statikgutachten erforderlich?
Ein klarer Schwellenwert, ab welcher Leistung es zwingend ist, wird nicht genannt; die Tragfähigkeit des Dachs muss jedoch von einem Bauingenieur beurteilt werden. Verteilnetzunternehmen und Gemeinde können einen statischen Eignungsnachweis verlangen. Diese Beurteilung erfolgt zu Beginn des Dachprojekts; bei unzureichender Tragfähigkeit muss das Dach verstärkt oder die Modulbelegung geändert werden.
Wie viel erzeugt eine 860-kW-Dachanlage pro Jahr?
Für die Bedingungen in Antalya-Zentrum ergibt sich mit der PVGIS-Referenz von 1.656 kWh/kWp ein theoretisches Potenzial von rund 1.424.160 kWh/Jahr. Der tatsächliche Ertrag hängt von Dachausrichtung, Neigung und Verschattung ab; Verschmutzungs- und Staubverluste sollten zusätzlich beobachtet werden. Dieser Wert ist eine theoretische Obergrenze; Staub auf den Modulen und industrielle Verschmutzung können den tatsächlichen Ertrag um einige Prozentpunkte senken.
Wie verringert eine PV-Anlage auf dem Dach das Brandrisiko?
Die Module werden auf brandbeständiger Oberfläche und mit Lüftungsspalt montiert; DC-Verbindungen werden mit hochwertigen Steckverbindern ausgeführt, die Trenner bleiben zugänglich. Die Kontrolle mit der Wärmebildkamera erkennt Hotspots früh. Zudem erleichtert die Platzierung von Wechselrichtern und DC-Trennern je nach Dachbereich den sicheren Zugang bei einem möglichen Einsatz.
Passende Ratgeber
Die geschätzten Erträge sind theoretische Werte auf Basis von PVGIS 5.3 (Gemeinsame Forschungsstelle der EU); der tatsächliche Ertrag hängt von Dachausrichtung, Neigung, Verschattung und Temperatur ab.
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